Nutzungsbedingungen und Hinweise zum Datenschutz

Fassung 25. Februar 2021

  1. Präambel
    Diese Nutzungsbedingungen und Hinweise zum Datenschutz wurden vom HPC-Team des Zentrums für Informations- und Medientechnologie (ZIMT) der Universität Siegen ergänzend zu den Allgemeinen Nutzungsrichtlinen des ZIMT verfasst und gelten für die Nutzung der Ressourcen zum wissenschaftlichen Rechnen und Hochleistungsrechnen (HPC), nachfolgend als HPC-Dienst bezeichnet.

  2. Zugang
    2.1. Der HPC-Dienst wird vom Mitarbeiter selbst in der Zentralen Nutzerkontenverwaltung gebucht und ist ohne vorzeitiges abbestellen bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses aktiv. Mitarbeiter haben die Möglichkeit Studenten mit Nutzerkennung für den HPC-Dienst für eine Dauer von 12 Monaten freizugeben und deren Aktivierung zu verlängern.
    2.2. Der Zugang zu den HPC-Ressourcen ist nur mit Key-Authentifizierung möglich. Dieser kann über das ZIMT-Nutzerkonto verwaltet werden. Als Ausnahme ist der Zugang aus dem Universitätsnetz auch nur mit Passwort zulässig.
    2.3. Der Nutzer verpflichtet sich, seine Zugangsdaten sicher zu halten und nicht an Dritte weiterzugeben.
    2.4. Die Speicherung von Information (z.B. Passwörter im Klartext, passwortlose SSH-Keys, etc.) die den direkten Zugang zu Diensten oder zu anderen HPC-Systemen ermöglichen ist innerhalb des OMNI Clusters untersagt.
    2.5. Der Zugang zum HPC-Dienst darf Personen oder Organisationen aus Ländern, die laut Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle entsprechenden Embargos oder Exportkontrollen unterliegen, nicht gestattet werden. (insbesondere Iran, Pakistan, Syrien und Nordkorea)

  3. Rechenzeitvergabe
    3.1. Die HPC-Ressourcen werden nach dem Fair-Share-Prinzip auf alle Nutzer verteilt. Die von den Nutzern eingereichten Jobs werden dabei mit Prioritäten versehen und bei gleicher Priorität nach dem Einstellzeitpunkt und der Verfügbarkeit der Ressourcen bearbeitet. Entsprechend der verbrauchten Rechenzeit reduziert sich die Priorität und wird nach bestimmter Zeit wieder regeneriert. Eine manuelle Änderung der Prioritäten ist nicht vorgesehen.
    3.2. Nutzer haben die Möglichkeit, für Vorlesungen und Schulungen zeitlich begrenzte Queues (Warteschlangen) beim HPC-Support erstellen zu lassen, um so die Wartezeiten der Teilnehmer auf dem System gering zu halten.

  4. Nutzungspflichten
    4.1. Der Nutzer verpflichtet sich zum sach- und ordnungsgemäßen Umgang mit den Ressourcen. Insbesondere sollen die Login-Knoten nicht unnötig durch hohe Lasten blockiert werden.
    4.2. Fehler am System und Ausfälle sind dem HPC-Team unverzüglich zu melden.
    4.3. Eine Nutzung der HPC-Systeme und damit verbundenem Plattenspeicher für private, kommerzielle oder rechtswidrige Zwecke ist nicht gestattet.
    4.4. Jegliche Nutzung der HPC-Systeme für proliferations- (ABC-Waffen, Raketentechnologie) oder rüstungsrelevante Endverwendungen ist untersagt.

  5. Berichtspflichten
    5.1. Sämtliche Publikationen (auch Master- und Bachelorarbeiten), für die der HPC-Dienst in Anspruch genommen wurde, sind dem HPC-Team zeitnah mitzuteilen und unterliegen dem Einverständnis, auf der Webseite des HPC-Dienstes referenziert zu werden.
    5.2. Weiterhin müssen Publikationen, für die der HPC-Dienst in Anspruch genommen wurde, das ensprechende System im Text erwähnen (z.B. Rechencluster OMNI der Universität Siegen).
    5.3. Jeder Nutzer verpflichtet sich, regelmäßig und bei Abschuss eines Projektes oder nach Ablauf der Nutzerberechtigung Auskunft über die Nutzung des HPC-Dienstes zu geben. Zu dieser Auskunft gehören, wenn nichts weiter benannt wird:

  6. Datenschutz, -Sicherung, und -Löschung
    6.1. Mitarbeiter des HPC-Teams sind berechtigt, unter Beachtung des Datengeheimnisses Einsicht in die Benutzerdateien (Heimverzeichnisse und Workspaces) zu nehmen, die weder personenbezogen noch als Telekommunikationsinhalt besonders geschützt sind, soweit dies zur Beseitigung aktueller Störungen oder im Rahmen des Nutzersupportes erforderlich ist. In jedem Fall ist die Einsichtnahme zu dokumentieren und der betroffene Benutzer ist nach Zweckerreichung unverzüglich zu benachrichtigen. Die Rechte von Strafverfolgungsbehörden bleiben unberührt.
    6.2. Nach Buchung des HPC-Dienstes wird die mit dem Account hinterlegte Emailadresse in die HPC-Mailingliste (hpc@uni-siegen.de) aufgenommen. Über diese Adresse werden ausschließlich vom HPC-Team Meldungen bezüglich des HPC-Dienstes versendet. Der Nutzer verpflichtet sich zum regelmäßigen Abruf der über den Verteiler geschickten Informationen.
    6.3. Zur Gewährleistung des ordnungsgemäßen Betriebs und zur Systemverbesserung können Betriebsgrößen aufgezeichnet, job-bezogene Daten gespeichert und Performance-Daten von Jobs erhoben werden. Im Rahmen der Nutzerberatung des HPC-Teams können diese Daten intern analysiert und für ein Beratungsangebot genutzt werden.
    6.4. Der HPC-Dienst übernimmt keine Sicherung oder Garantie zur Verfügbarkeit der auf den Systemen hinterlegten und erzeugten Daten.
    6.5. Entfällt die Zugangsberechtigung zum HPC-Dienst, z.B. durch Beendigung des Mitarbeiterverhältnisses, auf eigenen Wunsch oder bei Studenten durch Fristablauf, behält sich der HPC-Dienst vor, nach einem Zeitraum von 6 Monaten alle, dem Nutzer zuordenbaren Daten zu löschen. Die für die Berichterstattung und Statistik benötigten Nutzerdaten werden anonymisiert.